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Parallaxe

Schauen wir in die Ferne, so erkennen wir nahe Objekte vor einem weit entfernten Hintergrund. Wechseln wir unseren Standort, so bewegen sich die nahen Objekte gegenüber dem fest erscheinenden Hintergrund. Dieses Phänomen bzw. der in diesem Phänomen versteckte Winkel wird als Parallaxe bezeichnet. Die Messung dieses Effekts erlaubt z.B. die Entfernungsbestimmung.
Im Zusammenhang mit der Astronavigation ergibt sich damit aber ein zusätzliches Problem: alle berechneten Werte beziehen sich auf den Abstand Erdmittelpunkt - Gestirn Mittelpunkt. Unsere Winkelmessung auf der Erdoberfläche versucht allerdings eine (Abstands-) Bestimmung Gestirn - eigene Position. Es ergibt sich eine Abweichung im gemessenen Winkel - dieser Fehler ist umso grösser, je näher das Gestirn steht. Bei weit entfernten Sternen kann im Rahmen der Messgenauigkeit davon ausgegangen werden, dass der topozentrische und der geozentrische Horizont (Siehe folgende Skizze) zusammenfallen, die Wege r_topo und r parallel sind und der Winkel P (=Parallaxe) 0 wird.

Parallaxe